Unter dem Motto „500 Jahre Bildungshelden“ begann in diesen Tagen das Jubiläumjahr für die Feierlichkeiten zur Gründung des ältesten Gymnasiums im deutschsprachigen Raum, des Melanchthon-Gymnasiums in Nürnberg.
Damit wird eine visionäre Entscheidung des damaligen Nürnberger Rates gefeiert. Dieser hatte vor 500 Jahren keinen geringeren als Philipp Melanchthon, einen der bedeutendsten Mitstreiter Martin Luthers, beauftragt, ein neues Lehrkonzept für die höhere Bildung zu entwickeln. Daraufhin wurde im Jahr 1526 das erste Gymnasium in Deutschland, das noch heute bestehende Nürnberger Melanchthon-Gymnasium, gegründet. Die richtungsweisende Entscheidung der Stadt Nürnberg legte den Grundstein für eine kostenlose schulische Bildung für die Breite der Bevölkerung.
Martin Luther hatte bereits im Jahr 1524 sein Sendschreiben „An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen“ veröffentlicht. Nürnberg reagierte als eine der ersten Städte.
1526 reformierte Philipp Melanchthon das Konzept Schule für eine zukunftsfähige Gesellschaft.
Das Wirken der Reformatoren brachte bedeutende Impulse für das Bildungswesen in Deutschland. Melanchton brachte es den Ehrentitel „Lehrer Deutschlands“ („Praeceptor Germaniae“) ein.
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